William Byrd - Consortmusik und Songs

My mind to me a kingdom is;
Such perfect joy therein I find,
As far exceeds all earthly bliss
That God and Nature hath assigned.

William Byrd: Though Amaryllis dance in greene

William Byrd: Galliard

Willia Byrd

Vandergucht (Michael van der Gucht ??), Gemeinfrei, Link

Britannicae Musicae Parens, der Vater der englischen Musik - so wurde William Byrd (ca. 1540-1623) schon zu seinen Lebzeiten voller Hochachtung von Kollegen genannt. Über 60 Jahre wirkte er am englischen Hof und sein reiches Schaffen, vor allem seine großartige Chormusik gilt bis heute als Gipfelpunkt der Renaissancemusik. Doch selbst wenn jeder Ton dieser Musik verloren wäre, so würde man ihn doch immer noch als erstklassigen Komponisten kennen, allein wegen der Stärke seiner Kammermusik - denn William Byrds Musik für Consort zählt zum aufregendsten was die englische Renaissance zu bieten hat: bissig-satirische Kommentare zur damaligen Gesellschaft stehen neben tiefgläubigen Be­trachtungen über die Vergäng­lichkeit des Lebens, kunstvoll errichtete polyphone Klangebäude neben fröhlichen Volksliedvariationen.

Im Mittelpunkt dieses Programms zeigen Byrds Consort Songs eine perfekte Symbiose von Gesang und Instrumenten - musikalische Dichte und klangliche Transparenz in bis dahin ungekannter Balance. Ihre Texte zeugen einerseits von tief empfundenem Glauben, sparen aber auch nicht mit kritischen Seitenhieben voller geistreichem britischen Humors gegen die Gesellschaft und ihre moralischen Schwächen. So zeigen Byrds Songs die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen: von der tief empfundenen Trauer um einen verstorbenen Freund im berühmten Tombeau "Ye sacred Muses" bis zur ausgelassenen Heiterkeit der Hirtenidylle "Though Amaryllis dance in green".